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Wärmflasche

Kupfer, Messing, Wolle; gepreßt (Form), plattiert, gelötet, gehäkelt
Mehr noch als heute ist man früher in der kalten Jahreszeit auf zusätzliche Heizquellen angewiesen, beispielsweise auf Bettwärmer. In der Hauptsache finden Bettflaschen vom 17. bis zum 19. Jahrhundert weite Verbreitung. Zu jener Zeit sind die Schlafzimmer noch nicht oder nur schlecht beheizt. Die ovale Wärmflasche ist eine Schenkung von Dr. Hubert Kohland (Berlin) und Hermann Kohland (Tettnang) an das Mittelschwäbischen Heimatmuseum Krumbach. Sie hat eine Breite von 29 cm und eine Höhe von 13 cm und stammt aus dem Nachlass des Krumbacher Komponisten Max Welcker.
Wärmflaschen wurden zum Wärmen mit heißem Wasser befüllt und in das Bett gelegt. Um Verbrennungen zu Vermeiden, ist die Bettflasche zusätzlich mit einer gehäkelten Hülle aus verschieden farbiger Wolle im Streifenmuster umschlossen. Die Punze "KUPFER // PLATTIERT" am Boden der Bettflasche verrät, das nur ihre Oberfläche verkupfert ist. Ein weniger edles Metall, aus dem die Wärmflasche hauptsächlich besteht, bleibt verborgen.
13 x 29 x 20 cm
Inv.Nr. 002755